Stipendiatinnen:

 

Lara Vlaska

diejury

Katrin Wegemann

 

 

LARA VLASKA

AMOUR FOU, OBJEKT, PAPIERMACHÉ, SOCKEL 

nimmt in ihrer Arbeit ganz direkt Bezug auf den Ort und seine Historie. Ausgehend von der bereits bestehenden Arbeit „Amour Fou“ – wörtlich übersetzt „verrückte Liebe“ –, die aus zwei umschlungenen Schwänen aus Papiermaché besteht, hat sie ihren Tag hier genutzt, um den damit verbundenen Fragen nach Freundschaft, Liebe, Konflikt und Vergänglichkeit nachzugehen. 

Text Auszug Katalog:
Manya Gramsch, Kunsthisthorikerin

 

www.laravlaska.com

Fotos: Lara Vlaska

DIEJURY

Wir sind fünf Künstlerinnen –
Maria Gibert, Maren Goldenbaum-Henkel, Brigitta Höppner, Heilwig Jacob und Silke Rath –, die als Künstlerinnengruppe „diejury“ an gemeinsamen Projekten arbeiten.

Die Besonderheit des PAV-Stipendiums, nämlich die Begrenzung auf einen Tag, spricht uns insbesondere deshalb an, da sich unsere Arbeit ZEITSCHMELZE mit der individuellen Erfahrbarkeit von Zeit beschäftigt. ZEITSCHMELZE ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Komplexität und Relativität der Zeit, die sowohl messbar als auch subjektiv erfahrbar ist. In dieser Installation treffen verschiedene Dimensionen der Zeit aufeinander: die objektive, naturwissenschaftlich messbare Zeit, die persönliche Wahrnehmung und die visuelle Darstellung von Zeitveränderung.
Text: diejury

www.mariagibert.de
www.goldenbaum-henkel.de 
www.brigittahoeppner.de  
www.heilwig-jacob.info
www.silkerath.de

Zeitschmelze

Fotos: Maria Gibert

KATRIN WEGEMANN

ATMEN I & II, roter Stoff (44 x 44 x 15 cm), Siebdruck, Yogakissen; schwarzer Stoff (100 x 110 x 0,3 cm), Siebdruck; Glas mit Wasser; Glas 

Fotos: Katrin Wegemann

www.katrinwegemann.de

Auch Katrin Wegemann bezieht sich unmittelbar auf den Pavillon und eröffnet uns einen Raum für eine ganz persönliche Innensicht. In der Arbeit „Raum zum Atmen“ hat sie den Pavillon zu einem Ort der stillen Kontemplation verwandelt. Der Eingang wurde von einem schwarzen Tuch verhängt, auf dem ein Siebdruck mit insgesamt 20 weißen, konzentrischen Kreisen zu sehen ist. Wie durch eine Tür konnte man den Stoff passieren und fand sich dann im Inneren des Pavillons wieder, der mit nur sehr wenigen Objekten ausgestattet war: Mittig im Raum befand sich ein rotes Yoga- oder Meditationskissen, das ebenfalls mit den gleichen weißen Kreisen bedruckt ist, und auf der Fensterbank ein Glas Wasser, ein Glas mit einer Blume sowie ein Notizheft. Wegemanns Ziel war es für einen Tag einen Raum zum Atmen und Nachdenken zu schaffen – gewissermaßen einen Freiraum, der uns im Alltag nur allzu oft abhanden-kommt. 

Text Auszug Katalog:
Manya Gramsch, Kunsthisthorikerin

 

AUSSTELLUNG Kunst(un)begrenzt

Manya Gramsch M.A. Freie Kunsthistorikerin und Kulturvermittlerin
Mitgründerin und im Vorstandsteam von das kurativ e.V.
das kurativ ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Hamburg. 

„Kunst (un)begrenzt“

MANYA GRAMSCH
Herzlich Willkommen zur Eröffnung der Ausstellung „Kunst (un)begrenzt“! Wie Sie sicherlich bereits wissen: Heute dürfen wir die Werke der Stipen-diatinnen des kleinsten Stipendiums der Welt bestaunen, das in diesem Jahr bereits zum 8. Mal vergeben wurde. Wie auch in den Jahren zuvor, stand der Pavillon den Künstlerinnen mit seinen etwas über 12 m² für je 24 Stunden zur freien Verfügung, um Kunst zu produzieren, in den Austausch zu gehen oder einfach einmal nachzudenken oder neue Ideen zu entwickeln. Das Besondere am Pavillon Stipendium ist also genau das: Ein kleiner Raum, der ganz große Freiräume ermöglicht. In diesem Jahr gingen die Stipendien an die Hamburger Künstlerinnen Lara Vlaska Dahlmann sowie die Gruppe diejury, die sich zusammensetzt aus Maria Gibert, Maren Goldenbaum-Henkel, Brigitta Höppner, Heilwig Jacob und Silke Rath, sowie die Berliner Künstlerin Katrin Wegemann. Die Arbeiten, die wir hier heute sehen, gehen aus ganz unterschiedlichen Ansätzen hervor und doch lässt sich gewissermaßen ein roter Faden finden, der alle Positionen miteinander verbindet – doch der Reihe nach.

Der Pavillon steht bereits seit 1840 hier im Garten des ehemaligen Bürgerhauses. Er war seiner Zeit ein Geschenk der Dänischen Königen Caroline Amalie von Augustenburg an ihre Freundin Amalie Jessen. Dass dieser kleine zauberhafte Rückzugsort noch heute nahezu unverändert besteht, lässt den Pavillon selbst zu einem Symbol von Freundschaft und Beständigkeit werden. Wie ein kleiner Fels in der Brandung trotzte er dem stürmischen Wandel der Zeit und bietet noch heute Raum für Rückzug oder Kontemplation, aber auch für Verbindung und Austausch.

Auszug Eröffnungsrede „Kunst(un)begrenzt“, Manya Gramsch 

PAV-STIP 2025, Katalog

Kunst (un) begrenzt

Kleine Einblicke über Social Media sind in Sekunden vorbei.
Der Eindruck von der Wahrnehmung scheint schon gefestigt. (?)
Es kann auch anders sein…
Es war anders und eröffnete neue Zeit- und Raumdimensionen im vor Ort sein, der Auseinandersetzung mit den Exponaten und den Gespächen mit Besucherinnen und Besuchern.

Präsentiert wurden Arbeiten, die in einem begrenztem Zeitraum von 24 Std., dem kleinsten Stipendium der Welt PAV_STIP 2025 angedacht, entworfen, verworfen, ausgeführt, neu gedacht, entdeckt, erarbeitet, beobachtet in Einzelarbeit oder im Team mit und ohne Besuch entstanden.

Vielen Dank für diese intensiven Impulse der Zeit und Raumwahrnehmung

TEAM Vorstand

 

Gefördert durch den Kreis Pinneberg, Stiftung Sparkasse Südholstein, Kulturwerk-SH e. V.

 

Schön war`s!

Kulturwerk SH ART der Begegnung.
Vielen Dank an alle Beteiligten.
Wir freuen uns auf euch und eure Bewerbungen und sehen uns beim PAV_STIP 2026.

TEAM Kulturwerk SH e.V.